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BACCHUS, Gott des Tanzes...
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Administrator

Beiträge: 127


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  •  Beitraggeschrieben am: 18.11.2013 um 10:28


    Schenkelgeburt bezeichnet einen Vorgang in der griechischen Mythologie, bei dem der Göttervater Zeus den Dionysos (Gott des Weines und der Fruchtbarkeit) zur Welt bringt, nachdem er ihn drei Monate lang eingenäht in seinem Oberschenkel trug.

    Zeus, Herrscher des Götterbergs Olymp, hatte zuvor die Mutter getötet, seine Geliebte Semele. Sie war die Tochter der Göttin der Eintracht (Harmonia) und des Königs von Theben (Kadmos). Semele hatte Zeus in seiner wahren Gestalt sehen wollen, um zu überprüfen, ob er wirklich er selbst sei. Dazu war sie angestachelt worden von Hera, der eifersüchtigen Gattin (und Schwester) von Zeus. Semele wusste allerdings nicht, dass die eigentliche Erscheinungsform von Zeus der Blitz ist. Als Zeus sich ihr schließlich in seinem „vollen Glanz“ zeigt, verbrennt Semele, wie von einem Blitz getroffen, und mit ihr auch ihr ganzer Palast in der alten Stadt Theben. Das Kind in ihrem Leib wird jedoch vom Schutzgott Hermes gerettet und Zeus näht sich seinen Sohn in seinen eigenen Oberschenkel ein, um ihn auszutragen.

    So wird schließlich Dionysos geboren, von den Römern Bacchus genannt, der einzige unsterbliche Gott mit einer menschlichen Mutter. Er ist auch der Gott des Tanzes, des Theaters, des Rausches, der Ekstase und des Wahnsinns (siehe Dionysos Eleuthereus), außerdem entdeckte er auf dem Berg Nysa (seinem Geburtsort) den Weinanbau und seine Kelterung. Dionysos genoss deshalb eine hohe Verehrung bei den olympischen Göttern und bei seinen vielen Anhängern im griechischen und später auch im römischen Kulturraum. Ihm zu Ehren blühte über viele Jahrhunderte ein lebhafter Dionysoskult mit berühmten Festspielen, den Dionysien (siehe auch Wein in der antiken Mythologie). Aus den ursprünglichen kultischen Gesangs-, Tanz- und Opferritualen entwickelten sich später die griechische Tragödie und die griechische Komödie, zunächst in religiösen Zusammenhängen.

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