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Die Geschichte des Bacchus Innsbruck
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Administrator

Beiträge: 127


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  •  Beitraggeschrieben am: 19.02.2010 um 00:34


    Ich werde immer wieder nach der Entstehungsgeschichte des Bacchus gefragt und wie das damals so war.

    Ich erzähle hier die Geschichte des Bacchus Innsbruck und teilweise auch meine:

    Nach dem zweiten Weltkrieg war das ganze Gebäude zerbombt und wurde im Jahr 1957 neu aufgebaut. Anstatt Geld, gab es Eigentum für die beteiligten Firmen und so wurden u.a. Baufirmen wie Eisen Blasy, Baustoffe Lang, die GRAWE Versicherung usw. Eigentümer dieses Bürohauses. Sogar der Architekt wurde mit Eigentum entlohnt, er bekam das Cafe im Erdgeschoss.
    Die einzelnen Kellerabteile wurden jedoch allesamt sofort einem gewissen Walter vermietet, der bei der älteren Generation sehr bekannt ist. Dieser eröffnete im Jahr 1958 den Bacchus Keller, den ersten Nachtclub in Innsbruck. Neben täglicher Lifemusik gab es auch gut bürgerliche Küche (eine Haube) und war alleine schon deshalb sehr beliebt.

    Im Jahr 1990 kaufte ein gewisser Kurt die Liegenschaft “Bacchus-Keller”. Es sollte ein Nobelclub werden, das “Kings”.
    Das Cafe im Erdgeschoss verlief noch über 2 Etagen und wurde auch mit Küche betrieben. Der Betreiber des Cafe´s wurde mit viel Geld ausbezahlt, denn es gab ja nur einen Eingang sowie gemeinsame WC Anlagen, und da kann kein Fremder mit dabei sein.

    Es war kurzzeitig ein toller beliebter Club. Für die Musik war damals schon der TOM zuständig, der dann im neuen Bacchus, vom ersten Tag an 11 Jahre lang DJ sein sollte. Nach dem Kings Club hieß das Bacchus noch kurzfristig einmal „Disco ?“ und „REX“. Letzteres war ein Jugoslawischer Club, beide aber nicht erfolgreich und weiter erwähnenswert. 1998 war aus mit lustig.

    Nach dem Tip eines schwulen Taxifahrers, wurde im Jahr 1998 von mir und meinem ehemaligen Partner das Bacchus eröffnet. Die Bar „for Gays, Lesbians, Transvestites and Friends“, war geboren. Das Bacchus war natürlich sofort in aller Munde, zumal es nicht mehr versteckt war, wie alle bisherigen Schwulenlokale und durch seine Vorgeschichte weit über die Grenzen bekannt.

    Bis zum Jahr 2001 wurde das Bacchus von mir und meinem Partner gemeinsam betrieben. Leider ist mein Partner dann durch den Konkurs seiner anderen Unternehmungen ausgeschieden und mein neuer Partner war sein Masseverwalter. Schlussendlich hat mich das alles viel Geld gekostet, dass ich jedem nur empfehlen kann sich seine Geschäftspartner gut auszuwählen.

    Seit dem Jahr 2005 ist das Bacchus auch im Internet unter www.bacchus-tirol.at vertreten.
    Diese HP wurde hauptsächlich für die Registrierung aller Besucher programmiert, die dann ab dem Jahr 2009, für jeden verpflichtend war und Personenbezogene Daten abgeben mussten.

    Für Innsbruck ein sehr mutiger Schritt. Alle Meine Freunde hatten gesagt, dass das der Ruin sein kann und ich das lassen soll. Dieser Schritt hat sich jedoch sehr bewährt und seit dessen Einführung, sind Jacken oder Taschendiebstähle zur Seltenheit geworden sind. Also: Auch wenn aller einer Meinung sind, können Sie unrecht haben.

    Zwischenzeitlich ist das Bacchus Weltweit in jedem Fremden- und Touristenführer vertreten und wird als sehr empfehlenswert gereiht. Immer wieder passiert es sogar, dass sich einige Leute, auch ehemalige Angestellte, als Geschäftsführer, Teilhaber oder sogar Chef des Bacchus bei irgendwelchen Leuten vorstellen um sich zu profilieren.

    Peinlich oder lustig, wie auch immer, alles gelogen, seit dem Jahr 2002 hatte ich nie wieder einen Teilhaber oder Geschäftsführer.

    Philipp Margreiter



    Der Beitrag wurde vom Administrator am 30.09.2015 um 08:50 editiert.

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